Innovationsthemen
Mit neuen Instrumenten und Konzepten stellt sich der KfW-Klimaschutzfonds den Herausforderungen des Kohlenstoffmarktes
Marktorientierte Instrumente der Umweltpolitik – wie der Handel mit Emissionsrechten - haben den großen Vorteil, dass für die handelnden Akteure (Unternehmen oder Haushalte) ökonomische Anreize gesetzt werden, Umwelt- bzw. Klimaschutzmaßnahmen durchzuführen.
Bisher haben vor allem große Schwellenländer den Emissionshandel mit einer Vielzahl von Einzelprojekten vorangetrieben. Zukünftig werden umweltökonomische Konzepte, die dem Kohlenstoffmarkt eine weitergehende Dimension geben (sogenannte Neue Marktmechanismen), eine große Rolle bei den internationalen Verhandlungen spielen. Die KfW erarbeitet hierzu Konzepte, wie solche landesweiten Emissionsreduktionsprogramme aussehen können und wie sie in bestehende oder neue Kohlenstoffmärkte integriert werden können.
Daneben bleibt die Herausforderung für wenig entwickelte Länder und Regionen vom Kohlenstoffmarkt zu profitieren.
Dazu konnte die KfW mit der Gründung einer Stiftung zur Anschubfinanzierung von CDM Programmen (Programme of Activities - PoAs) ein Instrument schaffen, das – insbesondere in den wenig entwickelten Ländern – Investitionshilfen für die Startphase von komplexen Emissionsreduktionsprogrammen zur Verfügung stellt. Diese Stiftung ist weltweit einzigartig und hat die große Chance sowohl dem Klimaschutz als auch der Förderung von Programmen im Rahmen des Kohlenstoffmarktes zu Erfolg zu verhelfen.
Der KfW-Klimaschutzfonds entwickelt diese neuen Instrumente und Konzepte kontinuierlich weiter und gibt damit Impulse für die zukünftige Ausgestaltung der Kohlenstoffmärkte.
- Informationsblatt zum KfW-Klimaschutzfonds 2012, englisch (PDF, 130 KB, nicht barrierefrei)
- Neue Marktmechanismen
- PoA-Stiftung