KfW Research – Dossier
KonjunkturWirtschaftliches Wachstum verläuft nicht gleichmäßig, sondern in Zyklen: Phasen konjunktureller Unter- und Überauslastung der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten wechseln sich ab. Der Analyse solcher Zyklen und der Prognose konjunktureller Wendepunkte kommt eine wichtige Bedeutung zu. Denn die Konjunktur setzt den wirtschaftlichen Rahmen, in dem private Haushalte, Unternehmen und Staat ihre Entscheidungen etwa im Hinblick auf ihren Konsum oder ihre Investitionen treffen. Auch Geld- und Fiskalpolitik sollten je nach Phase im Konjunkturzyklus unterschiedlich ausgerichtet sein. KfW Research analysiert die Konjunktur in Deutschland und der Eurozone und veröffentlicht vierteljährlich eigene Prognosen zum realen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts.
Kommentare KfW Research
01.04.2025 │ Inflation Eurozone März 2025

„Die Inflation in der Eurozone nimmt wieder Kurs auf 2 %. Dennoch offenbart der Blick auf die Details ein gemischtes Bild. Insbesondere die Lebensmittelpreise steigen stärker. Das spüren die europäischen Verbraucher unmittelbar bei ihren Einkäufen. Die Entwicklung der globalen Agrarrohstoffe spricht dafür, dass der Preisdruck bei Lebensmitteln zunächst hoch bleibt. Auf der anderen Seite sorgen niedrigere Energiepreise für Entlastung. Die Verfechter für eine weitere Zinssenkung der EZB werden vor allem durch den Rückgang der Dienstleistungsinflation in ihrer Position gestärkt. Zusammen mit der Sorge um eine Schwächung der ohnehin angeschlagen europäischen Wirtschaft durch steigende US-Einfuhrzölle spricht das für eine weitere Rücknahme des Einlagensatzes bereits im April. Die Finanzmärkte preisen dies mit einer Wahrscheinlichkeit von über 80 % ein.“
Stephanie Schoenwald
Konjunktur
KfW-Konjunkturkompass
Die deutsche Wirtschaft bekommt kaum Wind unter die Flügel
25. Februar 2025
Die deutsche Konjunktur erhält gegenwärtig etwas Aufwind von der geldpolitischen Lockerung und höheren Reallöhnen. Gleichwohl bleibt der Konsum gedämpft und die Investitionszurückhaltung hoch. Zudem schmälern die US-Zolldrohungen die Aussichten für den Export. Alles in allem ist davon auszugehen, dass sich die Wellblechkonjunktur vorerst hinzieht. Für das laufende Jahr erwartet KfW Research einen abermaligen geringen Rückgang des BIP um 0,2 %. 2026 dürfte das Realwachstum leicht auf 0,3 % anziehen. Für die Eurozone ist 2025 mit einem BIP-Anstieg von 0,6 % und für 2026 mit 0,8 % zu rechnen. Die Inflation (HVPI) wird 2025 wegen der zähen Teuerung der Dienstleistungen in der Eurozone voraussichtlich 2,2 % und in Deutschland 2,4 % betragen. 2026 dürfte sie auf 2,0 % beziehungsweise 2,2 % nachgeben.

Globaler Konjunkturausblick 2025 / 2026
Dieser Foliensatz bietet einen Überblick über die globalen Konjunkturtreiber und -prognosen für 2025 und 2026: Für die Weltwirtschaft ist ein recht solides Wachstum zu erwarten, solange die wirtschaftspolitischen Maßnahmen der USA keinen umfangreichen globalen Handelskrieg auslösen. Allein die hohe Unsicherheit bremst aber schon den internationalen Handel- und die Investitionstätigkeit. Dagegen wirkt die fortschreitende Normalisierung der Geldpolitik in vielen Ländern konjunkturstützend. Auch im Euroraum kommt etwas Rückenwind von der geldpolitischen Lockerung der EZB und einem moderaten Wachstum des privaten Konsums. Allerdings belasten der US-Protektionismus und andere ungünstige Rahmenbedingungen den Euroraum und insbesondere Deutschland.
KfW-ifo-Mittelstandsbarometer
Mittelständische Unternehmen sind entscheidend für Wachstum und Wohlstand einer Volkswirtschaft. KfW Research analysiert mit seinen einzigartigen Umfragen, Studien und Statistiken die Bedürfnisse der mittelständischen Unternehmen in Deutschland. Die Indikatorfamilie KfW-ifo-Mittelstandsbarometer basiert auf einer größenklassenbezogenen Auswertung der ifo Konjunkturumfragen, aus denen unter anderem der bekannte ifo Geschäftsklimaindex berechnet wird. Dabei werden monatlich rund 9.500 Unternehmen aus den Wirtschaftsbereichen Verarbeitendes Gewerbe, Bauhauptgewerbe, Großhandel, Einzelhandel sowie Dienstleistungen (ohne Kreditgewerbe, Versicherungen und Staat) zu ihrer wirtschaftlichen Situation befragt, darunter rund 8.000 Mittelständler.
Keine Stimmungsaufhellung im Mittelstand
5. März 2025
Nach der kleinen Stimmungsaufhellung zum Jahresauftakt sinkt das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen im Februar nun wieder in ähnlichem Ausmaß. Nach wie vor notiert es weit unter dem historischen Mittelwert. Lageurteile und Geschäftserwartungen geben gleichermaßen nach. Die in Deutschland schon seit drei Jahren vorherrschende Wellblechkonjunktur dürfte sich fortsetzen.
Aktuelles KfW-ifo-Mittelstandsbarometer
Grunddatensatz zum aktuellen KfW-Ifo-Mittelstandsbarometer

Kontakt
KfW Research, KfW Bankengruppe, Palmengartenstr. 5-9, 60325 Frankfurt, research@kfw.de
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