KfW unterstützt Syrien beim Wiederaufbau
Nach dem Sturz des Assad-Regimes engagiert sich die KfW für die Stabilisierung und den Wiederaufbau Syriens. Im Auftrag der Bundesregierung stellt sie zusätzliche Finanzierungen bereit und trägt zum gesellschaftlichen Neuanfang des Landes bei.
2024 sagte die KfW aus Mitteln der Bundesregierung 79 Millionen Euro zu. Für Vorhaben der syrischen Zivilgesellschaft hat die Bundesregierung zudem kürzlich sieben Millionen Euro zusätzlich beauftragt. Weitere Vorhaben wurden im Kontext der Fluchtbewegungen von Libanon nach Syrien bereits in den vergangenen Monaten aufgestockt.
Internationale Partnerschaften

Das KfW-Engagement seit Beginn des Bürgerkriegs 2011 stand im Zeichen der Krisenbewältigung betroffener Menschen und örtlicher Strukturen. Die Umsetzung erfolgte über UN-Organisationen (UNICEF, UNDP, UN-Habitat) und Nichtregierungsorganisationen (NRO) (Aga Khan Foundation).
Die KfW steht aufgrund des sehr hohen Bedarfs und ihrer etablierten Partnerschaften und Erfahrungen bereit, ihre laufende Unterstützung für die syrische Bevölkerung fortzusetzen und – wo relevant und möglich – an die veränderten Rahmenbedingungen anzupassen und auszubauen, immer in enger Abstimmung mit der Bundesregierung.
Wie sich die KfW über internationale Partnerschaften während des Bürgerkriegs in Syrien engagierte, lesen Sie hier.
Die KfW…
- engagiert sich etwa in den Bereichen der Wasserver- und -entsorgung, der Bildung und des Kinderschutzes sowie der Beschäftigungsförderung, der sozialen Kohäsion und Ernährungssicherung.
- unterstützt aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in erheblichem Umfang syrische Geflüchtete und Aufnahmegemeinden in den Nachbarländern Türkei, Libanon, Jordanien und Irak – sowohl in Camps als auch in aufnehmenden Gemeinden. Dort werden vor allem Nahrungsmittel, medizinische Hilfen, Wasser- und Sanitärversorgung sowie Schulbildung für Kinder finanziert.
- organisiert ihr Engagement in Syrien über die KfW-Zentrale und das KfW-Büro Beirut.
Überblick über das Projektportfolio der KfW in Syrien
Aktuelle Situation
Die KfW beobachtet die Entwicklungen in Syrien nach dem Sturz des Assad-Regimes aufmerksam und steht mit der Bundesregierung in engem Austausch. Die Grundlage der zukünftigen Unterstützung für Syrien durch die Bundesregierung im Rahmen ihres Acht-Punkte-Plans bilden vorrangig:
- der friedliche Übergang zu einem inklusiven politischen System, das allen Gruppen Rechte und Teilhabe einräumt,
- die Aufarbeitung der Assad-Zeit,
- der gesellschaftliche Zusammenhalt,
- die Infrastruktur für die grundlegende Versorgung der Bevölkerung.
Syria Recovery Trust Fund

Die KfW verwaltet den im Jahr 2013 gegründeten Syria Recovery Trust Fund (SRTF). Auftraggeber sind die Staaten der internationalen Gemeinschaft, die in den Multigeber-Treuhandfonds einzahlen. Er trägt in den ehemaligen Oppositionsgebieten im Nordosten und Nordwesten Syriens zur Grundversorgung der notleidenden Bevölkerung bei. Mit den Zuschussmitteln werden beispielsweise Projekte zur Versorgung mit grundlegender Infrastruktur wie Wasser, Elektrizität, Gesundheitsdienstleistungen und Lebensmitteln finanziert.
Weiterführende Informationen
Stand: 3. Februar 2025
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